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Ein besonderer Fund... Peter Lange Unter vielen Kohlsetzlingen in unserem Schulgarten entdeckten wir etwas Einzigartiges: Eine Kohlpflanze, welche neben den Keimblättern ein einziges, rundum geschlossenes kelchförmiges Blatt gebildet hat. Der weiterwachsende Spross ist nicht vorhanden. Eine erstaunliche Pflanzenbildung, welche sofort an die Schlauchblätter der „insektenfressenden“ Sarracenia erinnert. Wie kommt nun der biedere Kohl dazu, sich auf solche Abenteuer einzulassen? Das mag vorderhand ein Geheimnis bleiben, zeigt aber an diesem Beispiel, dass die Pflanzen keinesfalls immer das gleiche „Modell“ bilden, sondern zu Variationen fähig sind. Damit haben sie die Möglichkeit, sich an die Umgebung und deren Bedingung anzupassen. Das kann durch spontane Mutation oder durch Züchtungsarbeit geschehen. So entstanden im Laufe der menschlichen und pflanzlichen Kulturgeschichte tausende von Kulturpflanzensorten, angepasst an den Standort und auch unter schlechten Bedingungen Ertrag bringend. Nur durch Anbau und Pflege durch den Menschen bleiben diese bestehen und für die Zukunft erhalten. Wer genau hinschaut, kann immer wieder solche Pflanzen entdecken, die von der Norm abweichen. In glücklichen Fällen entstehen daraus neue Sorten, meistens werden sie aber wieder in den Kreislauf der Natur zurückgenommen. So wird es auch diesem Kohl gehen – das es plötzlich eine „fleischfressende“ Kohlsorte geben könnte, ist eher unwahrscheinlich!
Sarracenia |
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