Schulgartenblog von Peter Lange

Rudolf Steiner Schule Zürcher Oberland Wetzikon CH

Einblicke in unseren grossen Schulgarten und den Gartenbauunterricht von der 6. bis zur 11. Klasse

 

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15. Juli 2009

Jetzt ist mir endlich einmal gelungen, die Tandemflughaltung der Azurjungfer (Coenagrium puella deutlich sichtbar zu fotografieren. Das Männchen packt das Weibchen mit seinen Hinterleibszangen am Kopf. Für die Kopulation biegt das Weibchen ihren Hinterleib zum Samenbehälter des Männchens am zweiten oder dritten Hinterleibssegment. Der Tandemflug - die Kopula ist  wieder gelöst -  wird über längere Zeit beibehalten - sogar die Eier werden gemeinsam abgelegt. Ein schönes Bild der Gemeinsamkeit aus der Insektenwelt!

 

13. Juli 2009

Guerillero und Stadtkosmetiker
Der Londoner Richard Reynolds verwandelt nachts verödete Bauminseln in Gärtchen. Nun begibt es sich auf Spurensuche in Zürich. ist Europas bekanntester Guerillagärtner. Im Spèhres stellt er sein Buch zu diesem Thema vor.
Fünf Jahre dauert der «Krieg» von Richard Reynolds schon. Seit 2004 zieht der Londoner als Gartenguerillero gegen brachliegende Verkehrs- und verödete Bauminseln ins Feld und verwandelt diese über Nacht in blühende Gärtchen. Heute ist der tagsüber als Werber tätige Reynolds Europas bekanntester Guerillagärtner. Sein Beispiel machte Schule in Hamburg, Berlin, Wien und anderswo - wie auf www.guerillagardening.org  nachzulesen ist. Nun stellt der Anarchogärtner sein botanisches Manifest «Guerilla Gardening» vor. Der Buchpräsentation voraus geht ein Erkundungsspaziergang, der recht ergiebig sein dürfte. Die Spuren der Guerillagärtner sind in Zürich nämlich nicht zu übersehen. Ihr Häuptling ist der Malvenkönig Maurice Maggi, der hier schon seit 25 Jahren wirkt. (ust) [ZT 08.07.2009]
 

Das finde ich gut - das Buch gibt es auch in deutscher Übersetzung und ich werde es mir besorgen

 

13. Juli 2009

Jetzt bin ich auf unserem Sommersitz auf 1100 m im Toggenburg. Die Insektenwelt hat einiges zu bieten. Zum Beispiel der Grosse Schillerfalter (Apatura iris) der mich im Eingangsbereich empfing. Der Falter flatterte dort herum und betastete mit seinem Rüssel den Holzboden und den Kalkverputz - vermutlich auf der Suche nach Mineralien. Apatura iris trifft man nicht so häufig an - umso schöner diese Begegnung! Eindrücklich ist das Schillern in reinstem Himmelsblau, welches durch Lichtbrechung in den Schuppen hervorgerufen wird. Am eindrücklichsten ist das bei den tropischen Morphofaltern! (In Klammer: man muss seine Ferien nicht unbedingt in den Tropen verbringen um solche Dinge zu sehen...). Der Falter verweilte sehr lange am Ort. Besonderes Interesse zeigte er für verschwitzten und nicht nach Blüten duftenden Wanderschuhe. Er verschwand darin und tauchte erst nach längerer Zeit wieder auf. Aptura ernährt sich kaum von Nektar sondern von Aas, Kot und Schweiss - erstaunlich, würde man ihn doch eher hübschen Blüten zuordnen. Später konnte ich ihn auf die Hand nehmen. Mit seinem gelbem, feuchtem Rüssel leckt er meine Haut ab - ein zartes, feines aber deutlich wahrnehmbares Betasten.

 

Donnerstag, 18. Juni 2009





Guttation - von der Pflanze ausgeschiedene Wassertröpfchen. Heute Morgen an Franzosenkraut entdeckt! Guttationen treten dann auf, wenn der Boden sehr nass ist, hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und zudem der Boden wärmer als die Luft ist. Für die Pflanzen ist es dann unmöglich, Wasser zu verdunsten. Überflüssiges Wasser drücken sie durch die Spaltöffnungen an den Blattspitzen heraus.



 Freitag, Juni 12

Die SchülerInnen der 6. Klasse haben ihr Beet jetzt weitgehend bepflanzt - trotz widriger Stundenplan-, Ferien- und Wetterumständen. Jetzt kann alles gut wachsen. Wir haben das 5meter-Beet in vier Teile unterteilt für Wurzel-, Blatt-, Blüten und Fruchtpflanzen.
Folgende bewährte Pflanzen haben wir gesetzt:

Wurzel: Zwiebeln, Schalotten und Kartoffeln. Zwischen die Zwiebeln haben wir niedrige Tagetes gesetzt. Dann ist nach der Zwiebelernte noch etwas da und das Beet sieht schön aus.
Blatt: Kohlarten, Mangold und dazwischen Salat
Blüte: Tagetes, Zinnien, Meerlavendel, niedrige Sonnenblumen, Strohblumen, Kosmeen, Salvia, Löwenmaul, Spinnenblume
Frucht: Zucchetti, Indiandermais, Stangenbohnen (Erst Ende Juni aussähen - sonst ist die Ernte in den Ferien...)

Auf den Grenzen zwischen den Teilen: Schnittsalat, Radieschen, Rettich

Diese Pflanzenzusammenstellung (natürlich jedes Jahr in Variationen) hat sich bewährt. Es gibt immer etwas zu ernten, zu tun und das Beet sieht schön aus.






Diese Schülerin  freut sich sehr über Rosen, die sie im Garten pflücken durfte und gerne mit nach Hause nimmt. Zusätzlich hat sie sich noch mit Teefenchelblättern versehen für die Schwalbenschwanzraupenzucht


Sonntag, 7. Juni 2009


Die Damaszenerrose Rosa trigintipetala wird für die Herstellung von Rosenöl verwendet. 1 Million Blüten ergibt 1 Liter Rosenöl. Wir haben einige Sträucher davon, sammeln und trocknen die Blüten für Tee usw. Der Duft ist herrlich!


Freitag, 5. Juni 2009
Ich finde es sehr wesentlich, dass sich Menschen wehren wenn sie gegen ihre Überzeugung handeln sollen. Der Link verweist auf das Beispiel einer Lehrerin.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,628411,00.html


Donnerstag, 4. Juni 2009
Menschen brauchen Gärten! Sie sind der Ort für intensive Begegnungen mit Pflanzen. Diese Begegnungen sind wir ihnen schuldig, denn wir essen sie, wir kleiden uns damit und wir bauen und gestalten unsere Wohnräume mit ihnen. Sie bilden die Landschaften, wir freuen uns an ihnen und sie sind mit absoluter Deutlichkeit die GRUNDLAGE aller menschlichen Kultur.
Immer wieder gibt es Menschen welche diese Bedeutung der Gärten erkennen und in konkrete Projekte umsetzen. Durch eine Begegnung mit längerem Gespräch wurde ich bekannt mit den Gärten für MigrantInnen. In Basel und ab diesem Frühling auch in Bern gibt es solche vom HEKS initierte "Neue Gärten". Es richtet sich an Migrantinnen, vor allem Flüchtlingsfrauen, die im neuen Aufenthaltsland am meisten unter ihrer Entwurzelung leiden. Viele gehen keiner beruflichen Tätigkeit nach und leben mit oder ohne Familie in ihren Wohnungen. Ihnen fehlt die gewohnte Vernetzung wie sie in ihren Herkunftsländern üblich war. Von der Stadt wurden auf Familiengartenarealen Grundstücke gepachtet. Diese werden zur Verfügung gestellt und auf den Parzellen können nach eigenen Vorstellungen die verschiedensten Pflanzen angebaut werden. Der Garten ist Treffpunkt und Arbeitsort. Die gemeinsame Sprache ist Deutsch und die Frauen werden durch die Projektleitung beraten und unterstützt. Die Erfahrungen sind sehr positiv!
Mehr darüber in der HEKS-Publikation "Handeln" 2/09.
 


Mittwoch, 3. Juni 2009








Der Garten ist um diese Jahreszeit ausserordentlich schön. Die Pflanzenwelt hat einen Höhepunkt - mit unseren Sinnen kommen wir kaum nach. Ich versuche jeden Tag bewusst durch den Garten zu gehen und alle neu blühenden Pflanzen zu begrüssen.


Dienstag, 2. Juni 2009





Trotz widriger Umstände haben wir es doch geschafft, bis Ende Mai den Garten zu bepflanzen. Über Pfingsten haben wir eine Woche Ferien. Die 6. Klässler kommen ausserhalb der Schulzeit um Kresse zu ernten und für Pflegearbeiten. Zwei sind auf dem Bild versteckt!
 

 

21. April 2009

360 Grad-Frühlings-Rundsicht von unserem Schulgarten!

Ansonsten sind die Feldwespen ganz tüchtig daran, ihre kleinen architektonischen Kunstwerke zu bauen...

17. April 2009

Im Botanischen Garten Brüglingerhof in Basel entdeckt: Schulgarten im Gewächshaus:

Drei 45 m lange Folienhäuser mit Einzelbeetchen von Drittklässlern

Alles schön angeschrieben

 

 

12. April 2009

Unter einem Stein im Schulgarten habe ich eine Nest von der Gelben Wiesenameise (Lasius flavus) entdeckt. In diesem Nest befand sich ein Nest einer ganz kleinen Ameisenart. Zum Grössenvergleich: oben ist eine Lasius flavus. Diese kleinen Ameisen sind wirklich sehr hübsch. Leider konnte ich sie nicht bestimmen, da das Nest am folgenden Tag von Lasius niger überfallen und ausgeraubt wurde. Eigentlich wissen wir sehr wenig von dem, was ich in der Erde abspielt.

10. April 2009

Zu Ostern ein etwas anspruchsvoller Text, der mich sehr beschäftigt und den ich wichtig finde für die Arbeit als Lehrer:

Aus: Christine Gruwez  Zeitgenosse werden. Ein manichäischer Übungsweg

Über den Prozess und Entwicklung

Auf den Prozess selbst zu vertrauen und nicht auf das eine oder andere Resultat, das man anvisiert, ist ein Kennzeichen der Freiheit. Hat man diesen Punkt erreicht, so wird man frei. Gleichzeitig ist dies aber auch der Punkt, an dem einen Zweifel und Angst befallen können und somit die Freiheit in Knechtschaft umschlagen kann. Die Tatsache, dass man einen Prozess durchmacht, vermittelt keine andere Sicherheit, als dass man einen bestimmten Weg geht. Man kann sich nicht auf Strategien stützen, die ein gewisses Mass an Sicherheit bieten. Der Versuch, den Prozess zu beherrschen und Kurskorrekturen vorzunehmen, würde unvermeidbar den Prozess stoppen, denn ein Prozess endet dort, wo Kontrolle ausgeübt wird. Ein Prozess wird immer von innen heraus angegangen und weitergeführt. Deshalb ist er ausgesprochen individuell geprägt. Gruppenprozesse gibt es nicht, es sei denn, man bezeichnet dasjenige als Prozess, was sich an Interaktionen zwischen den Individuen innerhalb einer Gruppe abspielt. Wegen seines individuellen  Charakters ist es nicht möglich, das Prozesshafte von aussen zu steuern oder zu kontrollieren.

Aus all dem wird deutlich, was der Angst vor dem Prozess eigentlich zugrunde liegt. Es handelt sich um die Angst, nicht mehr alles im Griff zu haben. Diese Angst tritt sowohl bei demjenigen auf, der davon überzeugt ist, dass nur ein von aussen kontrolliertes Verfahren Sicherheit garantiert, als auch bei demjenigen, der sich aus eigener Initiative in einen Prozess begibt. (…)

Nur dann, wenn ich über mich selbst bestimme, wenn ich meine eigene Bestimmung in mir selbst trage     (en telos) und davon ausgehend in Bewegung komme, ist vom  Individuum als dynamischem Prozess (entelecheia) die Rede. Individuum bedeutet somit Ich-Verwirklichung als fortschreitende Bewegung zwischen Veranlagung und dem, was davon in der Wirklichkeit in Erscheinung tritt. In diesem Bewegen wächst die Identität und in diesem Wachsen werden Veranlagung und Verwirklichung aufgenommen und zur Persönlichkeit umgeschmolzen. Diese Form der Persönlichkeit ist es, die geboren werden will – aus einer selbstbestimmten Bewegung heraus und nicht nach den Anforderungen der Gesellschaft.

 

7. April 2009

Das Scharbockskraut ist mein Lieblingsunkraut. Es wächst bei uns sehr gerne. Zeitig im Frühjahr bildet es Blätter und die kleinen, glänzenden Sonnenblüten. Im Boden wachsen unterdessen hübsche, kleine Sprossknöllchen (wie Kartoffeln) heran, die dann im nächsten Frühjahr munter austreiben. Wenn man es hat und nicht mehr will, ist das eine ziemlich mühsame Angelegenheit. Aber bitte nicht ärgern - diese kleine Pflanze ist im Frühjahr ein grossartiger Bodendecker, der begrünt, bevor die anderen Pflanzen die Decke schliessen. Und ende Mai ist es bereits wieder verschwunden...

 

6. April 2009

Der Montag ist einfach ein schwieriger Tag. Die 7. Klasse (nicht alle Schüler, aber der grössere Teil) sind sind erschöpft vom Wochenende. Dann ist es wirklich mühsam in die Schule zu gehen und sich auf das Lernen einzulassen. Eine wirkliche Arbeitsleistung ist nur von wenigen zu erwarten und darauf muss ich mich schon am Sonntag vorbereiten. Ich übe mich darin, mich nicht zu ärgern und im Unterricht eine hohe Ich-Präsenz zu haben.

 

2. April 2009

Diese Woche hat die 6. Klasse endlich einmal gutes Wetter! Der Boden ist einigermassen trocken und es ist beinahe sonnig. Wir können an die Beete gehen! Der Ablauf der Stunde:

  • Wir besammeln uns wie immer im Gewächshaus

  • Rückblick auf die letzte Stunde, was haben wir gemacht, sind die Pflanzen gut nach Hause gekommen usw.

  • Vorblick auf die Stunde: Heute wollen wir die Beete so bereit machen, dass wir nach den Frühlingsferien mit Säen und Pflanzen beginnen können. Ich weise auf drei Dinge im Voraus hin: 1. Ich bin gespannt, wie schön und sorgfältig sie das machen werden. 2. Ich will kein Geschwätz und Konzentration auf die Sache. 3. Regenwürmer sind unsere grossen Helfer. Sie sind kein Spielzeug, kein Schreckmittel für ängstliche Mädchen und leiden, wenn sie an der Sonne liegen. Wir bedecken sie schnell mit Erde.

  • Ich zeige vor, wie das grosse Holzetikett mit dem Namen beschriftet werden muss

  • Die eine Hälfte der Gruppe macht das, die andere Holz das Werkzeug (Schürze, kleine Hacke, Kessel)

  • Wenn dann alle so weit sind, besammeln wir uns bei den Beeten

  • Während der Arbeitsbesprechung müssen die Schüler lernen, ruhig zu sein. Ich fange nicht vorher an. Solche Gewohnheiten müssen angelegt und geübt werden. Hilfreich ist es, die Arbeitsbesprechung deutlich anzukünden. Es gibt immer Kinder, die - besonders im Freien - Hilfe brauchen.

  • Nun werden die Beete verteilt. Ich zeige, welche Beete für die Klasse sind. Zwischen zwei Kindern bleibt immer ein Beet frei. Dieses ist dann für die andere Gruppe. So haben wir mehr Platz zum Arbeiten und weniger Unruhe. Ich sage den Schülern, dass ich mir das Recht vorbehalte, in der Verteilung Änderungen vorzunehmen. Das ist aber selten nötig, in der Regel geht es problemlos. Das Namensetikett kommt bei allen Beeten an den gleichen Ort: Süden Mitte

  • Die Arbeit beginnt an der oberen linken Ecke. Ich gewöhne die Schüler an systematisches Arbeiten - mache ich das nicht, beginnen sie irgendwo und am Ende gibt es ein Chaos, die Arbeit ist nicht richtig gemacht. Mit den Zinken wird die Erde gelockert, mit dem Blatt Unkraut ausgehackt, mit der flachen Hacke die Erde verteilt und fein gemacht. Die kleine Hacke hat den Vorteil, dass die Kinder nahe an der Arbeit sind und genau sehen, was sie machen. Die grosse Hacke verwende ich auch mit älteren Schülern selten.

  • Nun wird zuerst eine Hälfte des Beetes gemacht. Ich schaue bei allen Kindern vorbei und korrigiere sie fall nötig. Folgende Fehler können passieren:

  • Sie fangen nicht in der Ecke an

  • Das Beet muss bis zum Plattenrand gelockert werden

  • Es wird drauflos gehackt

  • Es wird pingelig jede Krume zerkleinert

  • Unkräuter werden nur oben abgerissen

  • Erde wird auf den Weg gezogen und festgetreten

Je nach dem, welche Fehler passieren, besammle ich alle Kinder noch einmal um es ihnen deutlicher zu zeigen. Ist die erste Hälfte fertig will ich sie sehen, erst dann geht es weiter. Danach wird das Beet schön geformt. Es soll eine gleichmässig gewölbte Form ohne Berge und Täler haben. Das schaffen die Kinder unterschiedlich gut.

Dann ist die Stunde zuende, wir räumen auf und freuen uns daran, wie schön der Garten jetzt aussieht!

 

Filmchen zum Anschauen (AVI)

 

27. März 2009

Bisher war das Wetter für die Stunden der 6. Klasse nicht sehr günstig. Schnee, Regen, Kälte ist wirklich nicht so toll zum gärtnern...

Unterdessen hat aber die 7. Klasse die Einzelbeete fertig umgegraben. Wegen dem frühen Wintereinruch konnten wir das vor Weihnachten nicht mehr tun. sobald es das Wetter zulässt, werden wir die Beete schön machen.

Solange müssen wir im Gewächshaus tätig sein - aber da gibt es auch zu tun. Letzte und vorletzte Woche lernten wir, wie Stecklinge gemacht werden. Dazu verwenden wir eine schöne, gelbblühende Oxalisart. Sie ist beliebt in Töpfen und Schalen für Terrassen (wenn sie den Eltern auch gefallen haben sie grössere Überlebenschancen. Wir gehen so vor:

  • Lernen, wie ein Topf gefüllt wird: Den Topf locker mit Anzuchterde (woher kommt die eigentlich?) füllen und flach abstreichen. Wenn  dann später Wasser gegeben wird, sackt die Erde zusammen und der GIESSRAND entsteht. Er verhindert, dass Wasser über den Topfrand läuft

  • Jeder Schüler füllt sich einen Topf, den ich kontrolliere

  • Dann spreche ich über die Pflanze und ihr Geheimnis, dass aus jeder Knospe alle Pflanzenorgane - also Wurzel, Blatt, Blüte, Frucht und Samen - entstehen können. Der Gärtner nützt diese Fähigkeit aus und schafft Bedingungen, damit es geschehen kann. So können wir aus einer Pflanze 50 oder mehr neue Pflanzen machen.

  • Ich zeige vor, wie der Steckling geschnitten wird und zur Hälfte in die Erde kommt. Danach machen es die Schüler selber, ich kontrolliere wiederum die Arbeiten

  • Wenn alle so weit sind, sprechen wir über die Bedingungen, welche die Pflanzen brauchen: Erde -Wasser - Luft - Licht und Wärme

  • Erde haben wir, jetzt braucht es Wasser. Wie gibt man richtig Wasser? Eine Selbstverständlichkeit, die aber geübt werden muss. Mit der Gewächshauskanne mit Feinbrause beginnt man NEBEN dem Topf, giesst dann bis die Erde glänzt, geht dann wieder NEBEN den Topf, weil am Anfang und Ende des Brausens Wasser herunterplätschert und Löcher in die Erde wäscht

  • Dann stülpen wir einen durchsichtigen Plastiksack (habe ich auf einer Rolle) über den Topf. So entsteht ein Zimmergewächshaus und der Steckling kann sich sehr gut bewurzeln, ohne dass Wasser gegeben werden muss. Diese Methode verwenden wir für alle Stecklinge

  • Dann besprechen wir, wie der Topf nach Hause mitgenommen werden kann, wo man ihn aufstellt und so weiter

  • Ein wichtiger Punkt: Pflanzen muss man nicht mitnehmen, sonder man darf. Wer aber eine möchte, nimmt auch die Verantwortung dafür. Das besprechen wir und ich sage auch, dass ich es keinem übelnehme, wenn er keine Pflanze mitnehmen will. Solche Dinge sollen klar sein und ich finde später kaum vertrocknete Pflanzen im Klassenzimmer...

  • Nach 14 Tagen schauen wir im Schulgarten im Topf nach, ob sich Wurzeln gebildet haben. Und es geht immer! Dann kommt der Plastiksack weg und die Pflanze ganz tüchtig wachsen!

Unterdessen wachsen die Aussaaten im Gewächshaus. Mit der 8. Klasse habe ich bereits alle Peperoni und Peperoncini (scharf) in Töpfe pikiert. Den Rest dürfen die Sechstklässler mitnehmen.

  • Wie Töpfe gefüllt werden ist jetzt bekannt

  • Ich zeige vor, wie ein Sämling aus der Erde gelöst und die Wurzel gekürzt wird. Dann kommt das Loch mit dem Pikierholz oder dem Finger und das Pflänzchen muss so in das Loch gesteckt werden, dass es nicht knickt oder die Wurzeln umgebogen sind

  • Dann folgt das Wassergeben - Regel: Stecklinge und Pikierlinge nach dem Einsetzen, Samen vor dem Aussäen

  • Wir besprechen wie die Pflanzen zuhause weiter gepflegt werden sollen und wann und wie sie dann ausgepflanzt werden

  • So richtig höllisch scharfe Peperoncini sind für manchen Schüler ein interessantes Zuchtobjekt...

Mit dieser Arbeit war die Stunde nicht ausgefüllt. Die Schüler lernten dann noch, wie man Ofenfackeln macht. Die Anleitung dazu ist im Textarchiv.

Die bisherigen Stunden waren alle sehr schön und ohne Disziplinschwierigkeiten. Aber jeder Lehrer muss ja getestet werden! So fehlten in der ersten Gruppe 4 Kinder. Ich fand heraus, dass diese beschlossen hatten, zu spät zum Schulgartenbus zukommen und dann - gemäss der Regel - zu Fuss in den Garten kommen. Das bedeutet eindeutig weniger Unterricht und unterwegs gibts Gelegenheiten,  Schleckwaren zukaufen. Nach einer Stunde kamen sie dann an. Müde und durstig weil sie sich verlaufen hatten. Die Ausreden waren nicht glaubwürdig und so müssen sie die Stunde - gemäss Regel - nachholen. Wenn ein Schüler etwas anstellt verfahre ich meistens in zwei Schritten: Zuerst höre ich den Schüler an und stelle ihm meinen Standpunkt gegenüber. Oft muss ich dann grosse Verteidigungsreden und Begründungen hören, lasse es aber dabei stehen. Ich werde ihn später noch einmal alleine ansprechen um Konfrontation zu vermeiden. Bis dann hat er (und auch ich!) auch Zeit gehabt, sich die Situation zu überlegen und kann sich sogar entschuldigen und die Sache wieder in Ordnung bringen. So kann ein Vertrauensverhältnis entstehen für die weitere Zusammenarbeit.

6. März 2009

Nach der Winterpause mit sehr, sehr viel Schnee beginnen wir wieder mit Gartenbau. Heute hatte die neue 6. Klasse ihre erste Stunde! Allerdings sieht man noch gar nichts von ihren Beeten - seit zwei Tagen schneit es wieder einmal ununterbrochen auf den Schnee, der bereits liegt.

Da gibt es wirklich noch nichts zu tun! Dafür machen wir Werkzeugkunde und holen die Werkzeuge in das geheizte Gewächshaus.

Jedes Kind soll wissen, wie die Werkzeuge heissen und wozu sie gebraucht werden. Dazu kommt auch, wie wir damit umgehen müssen. Das ist wichtig, damit uns möglichst keine Unfälle passieren. Wenn wir in einer grossen Gruppe arbeiten, ist das etwas anderes als wenn zuhause alleine etwas getan wird. Diese Stunden sind immer recht lustig, weil ich möchte, dass die Kinder das gut im Gedächtnis behalten.

 

15. November

Wir zeigen den neuen Film zum Grundeinkommen bei uns  der Schule. Eine zukunftsträchtige Initiative, die intensiv diskutiert werden darf! Lösungen überlassen wir besser nicht den Experten...

Der Flyer zum Film

www.initiative-grundeinkommen.ch

Den film online schauen, runterladen und selber DVDs brennen:
www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

 

12. November 2008

Unterdessen hat sich der Garten etwas erholt und wir haben den Humor wieder gefunden:

Man trägt wieder Natur!

10. November 2008

Die letzte Zeit war sehr arbeitsintensiv. Herbstbazar, einwintern und vor allem der heftige Wintereinbruch anfangs November. Ganz unerwartet sind 40 cm schweren Nassschnees gefallen. Der Schaden war gross - umgestürzte und geknickte, Bäume und vieles zerdrückt.

Alle Pflanzen für den Herbstverkauf mussten wir durch den Schnee transportieren.

7. Oktober 2008

Es gibt immer wieder Schüler, deren gartenbauliches Interesse von psychoaktiven Pflanzen her motiviert ist. Ein Schüler hat mich auf die Wirkungen einer bestimmten Salbeiart hingewiesen (psychoaktive Substanzen habe ich dem Salbei bisher nicht zugetraut). Auf der entsprechenden Webseite ( www.salvia-flash.ch) habe ich Informationen vor allem dieses hübsche animated gif gefunden.

Was passieren kann, wenn man Pflanzen mit psychoaktiven Substanzen einnimmt:

 

5. Oktober 2008

Der Winter hat seine ersten Boten doch schneller geschickt als erwartet! Ungewohnt kalt war der September und sehr früh sind jetzt die ersten Schneeflocken gefallen und der Frost hat zugebissen. Meistens geschieht das erst anfangs November. Ich bin in der wunderschönen, sternenklaren Nacht noch in den Schulgarten und habe die Zuckerhutbeete und den Verveinetee abgedeckt. Im Folienhaus, welches kaum Frost abhält, habe ich noch unsere wunderschönen Herkuleskeulen abgeschnitten.

Die längste Keule misst 141 cm!

Abgedeckter Zuckerhut

Die Zucchetti lassen keine grosse Ernte mehr erwarten...

 

 

3. Oktober 2008

Nun ist das Herbstquartal zuende. Dieses ist mein Lieblingsquartal, weil wir ohne Druck im Garten arbeiten dürfen und sozusagen die Früchte unserer Arbeit geniessen können. Im Winterquartal muss der ganze Garten abgeräumt, mit Mistkompost gedüngt und umgegraben werden. Dazu kommen die ganzen Einwinterungsarbeiten, Putzen und aufräumen. Bis Weihnachten sind wir damit fertig und hoffen, dass Schnee und Frost nicht allzu früh kommen. Weihnachten. Januar und Februar ist dann die Ruhezeit im Garten. Dann beginnen aber schon wieder die Aussaaten und bis zu den Frühlingsferien müssen alle Setzlinge bereit sein. Im letzten Quartal erfolgt dann Pflanzen, Säen und Pflege.

Der gärtnerische Jahreslauf hängt mit den 12 Weltanschauungen zusammen, von welchen vier markante Eckpunkte bilden:

Frühling - Idealismus

In dieser Zeit lebt die Idee des werdenden Gartens intensiv. Vorstellungen, Wünsche und Ideen wachsen manchmal sogar schneller als Unkraut. Es ist die grosse Zeit der Träume und des Planens!

Sommer - Materialismus

Die Ideen wollen wirklich werden. Dazu braucht es einen gesunden Materialismus, der uns dabei hilft. Ohne Schweiss und Erde unter den Fingernägeln bleiben die Ideen ein Traum...

Herbst - Realismus

Hier zeigt sich, wo meine Ideen wirklich geworden sind oder wo sie durch die Wirklichkeit korrigiert wurden. Ich erlebe meine Fähigkeiten, Unfähigkeiten und Möglichkeiten ganz konkret. Ausweichen kann ich nicht.

Winter - Spiritualismus

Der Gärtner lebt intensiv in allen Jahreszeiten mit. Würde er das auch im Winter tun, müsste er gleich den Pflanzen absterben. Er kann aber in sich bewusst das pflegen, was über den Tode hinaus bestehen bleibt. Das ist das Geistig-Spirituelle. Aus diesem heraus fliessen die Kräfte, welche unsere Ideen für das nächste Gartenjahr befruchten.

 

14. September 2008

Es wird eindeutig Herbst. Man merkt es an den Katzen im Gewächshaus!

 

13. September

Unser Schulgarten im Überblick - Satelliten sei Dank!

Wetzikon mit dem Ortsteil Kempten

Etwas grösser

Noch grösser

Grösser oder schärfer geht es nicht, aber man sieht doch einiges von unserem Garten

 

12. September

In der 10. Klasse mache ich Wachstumsversuche mit Weizen in verschiedenen Böden und mit unterschiedlichen Zusätzen: Gartenerde, Sand, Sand und Brennnesseltee, Sand und Flüssigdünger, Komposterde, frischer Mist, Mistkompost, Staunässe, Gartenerde und Salz, Handelserde, Torf.

Es geht darum, mit einfachen Mitteln einen Versuch zu machen, zu beobachten, zu messen und Protokoll zu führen und eventuell sich ein Urteil zu bilden.

Selbst auf diesem kleinen Bild sind Unterschiede zu sehen.

Es wird gemessen

Protokoll geführt (was gar nicht so einfach ist und man auhc noch im Schulgarten rechnen muss). Das ist der Topf mit unserer Komposterde, die wir für die Anzucht verwenden. Zur Zeit führt sie die Hitparade an.

Wenn alle Messungen gemacht sind, wird der Versuch als Hitparade dargestellt und wir tragen die Beobachtungen zusammen. Eindeutig können wir feststellen, dass deutliche Unterschiede zu erkennen sind.

10. September 2008

Fächerübergreifender Unterricht 10. Klasse...  In der Geschichte Megalithkultur, im Schulgarten entstand dann bei einer Schülerin in einer Buchskugel eine Opferschale... Diese wird jetzt jede Woche mit frischen Blumen gefüllt. Erstaunlicherweise halten sich Blumen darin sehr gut.

 

1. September 2008

Um diese Jahreszeit haben wir sehr viele Blumen im Garten. Mit der 7. Klasse übe ich das Binden von Sträussen intensiv, damit sie es auch gut können. Das ist wichtig - besonders für die Buben.

Ich gebe klare Vorgaben, welche Blumen, und wie viel davon geholt werden dürfen. Ein vorgeschriebener Anfang wie auch ein vorgeschriebener Abschluss erleichtert den Schülern die Arbeit. Bevor sie in eine freie Gestaltung kommen, müssen sie einige Grundbegriffe haben. Sonst gibt es nur Besen und das ist unbefriedigend.

1. Blumen schneiden wir mit der Schere und nehmen ein Pikierkistchen um sie hinein zu legen. Dessen Länge ist auch die Länge für die Stiele.

2. Bald sind die Kistchen gefüllt

3. Im Schatten werden die Blumen sortiert und es zeigt sich, ob man alle hat

4. Jetzt werden zwei Drittel der Blätter entfernt

 

5. Dann erst wird der Strauss zusammengestellt

6. Wenn er zusammengestellt ist, korrigiere ich noch (und lobe...). Dann wird er gebunden, auf Länge geschnitten und unten in einen Plastiksack gesteckt, damit er den Transport nach Hause übersteht.

7. Die Gruppe präsentiert das Werk...

 

30. August 2008

Der Spätsommer oder Frühherbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten. Es ist ein Freiraum im Jahreslauf ohne den ständigen Druck von Säen und Pflanzen, Ernten und Abräumen. In der 11. Klasse nutzen wir diese Zeit für einen Kompostierungsversuch. Es geht darum, zu untersuchen, was mit organischen Abfällen geschieht. Dazu haben wir 5 Kompostsituationen geschaffen. Auf dem Bild von unten nach oben:

Kompost (alle Situationen gemischt) - Rasenschnitt - Häcksel - frischer Mist - und ausserhalb des Bildes ein Kompostkesselchen mit Haushaltabfällen. Die Kompöstchen werden von Woche zu Woche nach folgenden Kriterien untersucht und diskutiert: Aussehen und Veränderung aussen und innen - Lebewesen innen und aussen - Geruch innen und aussen - Temperatur.

Besonders eindrücklich ist der Rasenschnitt: Am dritten Tag eine Temperatur von 60°C - das Ei, welches wir hineingelegt hatten, war genau richtig "gekocht".

Die Nase ist ein sehr wichtiges Untersuchungsinstrument, die Geruchswahrnehmung aber differenziert zu formulieren sehr schwer.

Am Ende der Schulestunde eine beliebte Spezialität: höllenscharfe Peperoncini-Scheibchen, eingeklemmt zwischen zwei Schokoladenstückchen. Der ultimative Peperonciniflash!

29. August 2008

Aus dem Newsletter unserer Schule:

Am vergangenen Dienstag berichteten 7 ehemalige Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen im Anschluss an die Schule. Die Älteste beendet vor knapp 20 Jahren das 12.Schuljahr, die Jüngste vor 1 Jahr. Sie alle waren seit der 1. Klasse oder gar ab dem Kindergarten in der Steiner Schule Wetzikon. Besonders die notenfreie Zeit zum Lernen und das integriert sein in die Klasse, unabhängig vom Leistungsstand, wurde unisono als unbeschwertes, druckloses und damit offenes Lernklima erlebt. Oft sei „der Knopf“ erst in der 11. oder 12. Klasse aufgegangen. Ebenso positiv erlebten alle die anschliessende Zeit, sei es in der Lehre oder in den Anschluss-Schulen in der Schweiz oder in Deutschland. Das breite und vor allem fundierte Grundlagenwissen habe die Übertritte in der Regel problemlos bewältigen lassen. Einige berichteten von unterschiedlichen Ausbildungen, die sie absolvierten, um zum heutigen Beruf zu gelangen. Diese Neustarts wurden immer mit dem selbstsicheren Wissen begleitet, dass viele Wege zum Ziele führen können. Andere berichteten von ihren Senkrechtstarts auf der universitären und beruflichen Karriereleiter.
Spannend waren zudem die Rückmeldungen der Lieblingsfächer: Gartenbau nahm dabei die Spitzenrolle ein, dicht gefolgt von Eurythmie und den musischen und handwerklichen Fächern.
Mit den heutigen IMS Abschlüssen, die je nach Art den Zugang zu Fachhochschulen oder Berufsschulen befähigen, sei die Akzeptanz bei den zukünftigen Lehrkräften und Ausbildnern zusätzlich gestiegen. Besonders im handwerklichen Bereich wären Steiner Absolventen gern gesehene Bewerber.

Mein Kommentar: Es gibt abiturrelvante und lebensrelevante Fächer... schön!

28. August 2008

Die 5. Klasse hat den Schulgarten während der Pflanzenkundeepoche besucht!

Zuerst werden die Beobachtungsaufgaben verteilt

und dann gibt es viel zu entdecken!

 

22. August 2008

Heute war das Kollegium im Schulgarten. In diesem Schuljahr ist "Lehrkräfte in der Praxis" ein wichtiges Thema. Ich habe die Lehrerschaft in kleinen Arbeitsgruppen Aufgaben ausführen lassen - genau gleich wie mit den Schülern. Das Ganze war sehr anregend (die Lehrer schwatzen mindestens gleichviel wie die Schüler...) und für mich einfach schön, den Garten in seiner spätsommerlichen Pracht zu zeigen. Zwei Lehrerinnen hatten die Aufgabe, herauszufinden, wieviel Pflanzen jetzt im Garten blühen. Sie haben ca. 140 gefunden! In der nächsten Woche werden wir inhaltlich den Gartenbauunterricht besprechen.

Musik und Naturwissenschaften messen die Temperaturen im Kompostierungsversuch der 11. Klasse

Mathematik und Fremdsprachen sieben die Komposterde. Der Mathematiklehrer wollte keine Wurzeln ziehen

Turnen und Sekretariat bereiten das Feuer für die Würste zum PicNic

Die Kindergärtnerin begeistert sich an jedem Unkraut, welches sie findet

Sekretariat, 8. Klasse, 6. Klasse und Eurythmie lernen, wie Lavendelstecklinge gemacht werden

 

17. August 2008

Jetzt fängt die Schule wieder an! Gleich am Montag kommen die 7. Klässler und sie werden staunen, was alles in diesen Sommerwochen geschehen ist.

 

17. Juli 2008

Johannes Schumacher aus Norwegen macht auf diese akademische Aus- und Weiterbildung aufmerksam:

Ein interessantes Angebot zur Fortbildung bietet das Rudolf Steiner University College in Oslo mit seinem internationalen Mastergrad in Environmental Education. Der 2-jährige Studiengang erfolgt im Blockunterricht von insgesamt ca. 14 Wochen, so dass er berufsbegleitend besucht werden kann. Das Studium richtet sich an alle die an Naturvermittlung interessiert sind und bietet Gartenbaulehrern die Möglichkeit die eigene Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln.   Der Studiengang ist staatlich anerkannt als 2-jähriges Masterstudium (120 ECTS credit points). Weitere Information unter: http://www.rshoyskolen.no/rsh-master-rammeset.htm

Johannes Schumacher hat mir zwei wissenschaftliche Studien (solche kann man machen, wenn man einen Masterdegree hat...) geschickt. Lesenswert und wichtig, dass man weiss, dass es solche Studien gibt.

The Power und Potential of School Ground Greening in the Toronto District School Board by Janet E. Dyment

Closing the achievement Gap - Using the Enviroment as a Integrating Context for Learning by Gerald A. Liebermann and Linda L. Hoody

Dazu auch noch folgende Links:

http://www.childrenandnature.org/
http://www.evergreen.ca/en/

 

16. Juli 2008

Das Schuljahr ist abgeschlossen, der Garten ist ferienfertig und ich geniesse ihn auch einmal ohne Schüler und Schulbetrieb. Viele kleine Dinge entdecken, beachten, pflegen usw. ist sehr vergnüglich...

So sieht der Garten mit den Beeten der 6. Klasse im Vordergrund nun aus:

Nach den Ferien werde ich ein Bild vom gleichen Standort aus machen. In fünf Wochen geschieht sehr viel!

Auch an Regentagen lassen sich wunderbare Dinge entdecken wie die Regentropfen an Zweigen und Blättern. So sieht der Schulgarten aus, wenn er auf dem Kopf steht!

23. Juni 2008

Jetzt wird es heiss! Über 30 Grad! Am Nachmittag im Garten zu arbeiten ist für uns alle schweisstreibend - da hilft nur eine Dusche mit der alten Feuerwehrspritze und dank der bei Verdunstung entstehenden Kälte ist es wieder angenehm...

20. Juni 2008

Jetzt blühen die Baumkletterosen (Rosa multiflora platyphylla, über 12 m hoch, duftend und sehr stachelig) und ziehen vor allem die Schülerinnen an.

 

30. Mai 2008

Wir haben sehr schönes und trockenes Wetter. Bald sind alle Setzlinge gepflanzt und vom Wasserschleppen sind unsere Arme 6 cm länger geworden. Bald blühen die grossen Baumkletterosen und die vielen anderen Sorten. Ein Besuch lohnt sich!

Panoramabilder:

Um alle Arbeiten rechtzeitig erledigen zu können, setzen wir sehr effektive Methoden und Werkzeuge ein...

12. Mai 2008

Der Schulgarten wird wieder grün!

10. Mai 2008

                                                        

Der Löwenzahn (Taraxacum officinalis) prägt im April und Mai das Bild unserer Wiesen. Er wirkt weniger als  einzelne Pflanze denn durch seinen Auftritt in grosser Zahl. In diesem Jahr habe ich mir die einzelne Pflanze vorgenommen und konnte dabei interessante Beobachtungen machen.

  • Die einzelne Blüte ist als Blüte sehr schön. Das enthüllt der Wechsel vom allgemeinen zum speziellen Blick.

  • Die einzelne Pflanze ist in ständiger, verändernder Bewegung. Das sich ergebende Bild ist nie das gleiche. Es finden sich Knospen, Blüten und Samenstände in allen Stadien ihrer Verwandlung. Zudem schliesst sich die Blüte in der Nacht und bei Regen.

  • Der Löwenzahn kommt an den verschiedensten Standorten vor. Er ist sehr anpassungsfähig an die verschiedensten Bedingungen, spiegelt sie aber in seiner Gestalt: Vom kleinen, zarten aber sehr durchgestalteten Pflänzchen auf mageren Böden oder in Höhenlagen bis hin zu grossen und mastigen Pflanzen auf reichen Böden.

  • An Insekten sind auf dem Löwenzahn vor allem Wildbienen und Honigbienen zu beobachten. Er ist eine sehr wichtige Frühlingstrachtpflanze.

Ich freue mich an dieser Pflanze, die es an Schönheit mit manch anderem Frühlingsblüher ohne weiteres aufnehmen kann. Es gibt vieles an ihr zu bestaunen und zu entdecken, was weit über ihre scheinbare Alltäglichkeit hinausgeht.

Die Bilder zu dieser kleinen Studie sind hier.

 

27. April 2008

Nun haben wir drei Wochen Frühlingsferien. Schrecklich für den Gärtner... Der Winter scheint nun doch vorbei zu sein und wir haben wieder einmal warme Tage und trockene Tage. Vor den Ferien ist es gelungen, alle Setzlinge zu pikieren, dass sie dann bereit sind. Auch die Beete konnten wir richten. Heute bin ich die freien Beete mit der Radhacke durchgegangen um das keimende Unkraut zu stören. Nach den Ferien darf nicht zuviel Unkraut auf den Beeten sein.

Die Radhacke ist ein geniales Werkzeug. Jäten und Bodenlockerung geht bis 10 x so schnell wie mit anderen Werkzeugen. Bei uns ersetzt sie die Motorhacke vollständig. Hier Infos für Interessierte: http://glaser-swissmade.com/Art5_6_700.html

Bei der Arbeit musste ich an den neu erschienen Weltlandwirtschaftsbericht denken. Er fordert für die Zukunft die Verringerung  der industriellen Landwirtschaft und dafür die Förderung kleinräumiger und lokaler Landwirtschaften. Dieses Werkzeug ist dafür ideal, weil damit Maschinenarbeit durch sinnvolle und effektive Handarbeit ersetzt werden kann! Ich freue mich über diese bedeutende Einsicht viele, an diesem Bericht beteiligten Wissenschaftlern. Gleichzeitig sehe ich, dass wir nach wie vor auf dem richtigen Kurs sind mit pädagogischen Gartenbau an den Schulen. Gerade durch die konkrete Erfahrung der Arbeit mit Erde und Pflanzen werden  die Jugendlichen urteilsfähig. Darüber konnte ich gestern auch mit der Kantonsrätin Lilith C. Hübscher sprechen, welche sehr aktiv ist in der länderübergreifenden Initiative Gen Au- Rheinau - Saatschutz für die Welt von morgen

Im Rasen findet man jetzt häufig die Nester von Erd- und Sandbienen. Das sind solitär lebende Bienen, welche tiefe Löcher in die Erde graben. Der Eingang ist mit einem Erdkegel umgeben.  Sehr schön zum Beobachten! Ich staune über die gewaltige Arbeitsleistung welche diesen kleinen Tierchen vollbringen.

12. April 2008

Diese Woche hat wieder einmal mit Schnee begonnen!

Zum Glück ist er am Dienstag schon geschmolzen. Mit Aprilwetter haben wir den Rest der Woche verbracht. Zum Teil kam schon etwas Frühlingsstimmung auf und wir konnten einige Arbeiten im Garten tun.

Zwiebeln setzen

Jäten

Pikieren

Erde schaufeln

Junge Hunde streicheln

Salat ernten

Eidechsen begrüssen

5. April 2008

Im Gewächshaus sind die Aussaaten für die Setzlinge, welche wir alle selber ziehen, gemacht. Bald keimen die ersten Jungpflanzen.

Sie müssen dann in grosse Schalen pikiert werden, damit die jungen Pflanzen genug Platz haben.

Wir wünschen uns, dass das "Winterwetter" bald einmal zuende ist - es wird nämlich der Platz im Gewächshaus knapp, weil die Schalen nicht in die Frühbeetkästen gestellt werden können.

Wenn schon die Sonne nicht scheint, können wir uns wenigstens an den jungen Hündchen vom Bauernhof freuen!

2. April 2008

Die sechswöchige Korbflechtepoche während des Chorprojektes haben wir nun beendet. Hier die Ergebnisse:

Korbflechten ist ein Handwerk, welches auch heute nicht durch maschinelle Arbeit ersetzt werden kann. Jeder Korb ist ein von Hand gemachtes Unikat! Die Schüler lernten die Grundtechniken für Boden, Wand- und Wandgeflecht, Rand- und Bodenabschlüsse. Einige wagten sich auch an einen Rahmenkorb. Bei jedem Korb mussten die Techniken richtig verwendet werden und er musste stabil und brauchbar sein. Das ist allen gelungen! Es wurde aber auch deutlich, dass für eine exakte Formgebung noch ein paar Körbe lang geübt werden müsste...

1. April 2008

Regenwürmer sind Zwitter aber müssen sich gegenseitig befruchten. Einige verdickte Segmente in der Nähe des Kopfes bezeichnet man als Gürtel (Clitellum). Drüsen scheiden einen haftenden Schleim aus. Über die Geschlechtsöffnungen werden die Spermien ausgetauscht, die in Einstülpungen gespeichert werden. Die Eier befinden sich in Kokons. Dieser wird aus Ausscheidungen des Gürtels gebildet. Der Wurm "zieht" sich heraus und die Gürtelausscheidungen schrumpfen zu dem bekannten kleinen Kokon. Das Schlüpfen ist temperaturabhängig und kann beim gewöhnlichen Regenwurm bis zu 135 Tagen dauern.

 

31. März 2008

Endlich ist der Schnee weg und es regnet fast nicht! Die 6. Klasse wartet schon lange darauf, an ihren Beeten zu arbeiten. Jedes Kind hat ein Beet von 5 m2 bekommen. Jedes Beet ist auf einer kleinen Latte mit dem Namen angeschrieben. Zwischen zwei Beeten bleibt immer eines frei. Diese werden von der anderen Hälfte der Klasse übernommen - so ist man sich nicht im Weg.

Die Beete wurden im Herbst von den 7.Klässlern umgegraben. Nun entfernen  wir mit der kleinen Hacke das Unkraut. Die Kinder lernen, systematisch vorzugehen: oben links beginnen und die eine Hälfte des Beetes bearbeiten. Diese Seite fertig machen und dann die andere Hälfte vornehmen. Dann versuchen wir mit den Zinken und der flachen Seite der kleinen Hacke das Beet eben zu machen und auszugleichen. Diese Arbeit sieht einfach aus ist aber sehr schwierig! Nächste Woche nehmen wir den Rechen zu Hilfe. Die Kinder müssen lernen, sehr aufmerksam und vorsichtig zu arbeiten. Ganz schnell gibt es Löcher, Berge und Täler. Und der Rand muss auch schön aussehen! Der richtige Gebrauch des Rechens ist sehr anspruchsvoll.

 

30. März 2008

Warum sich die Sonnenblume zur Sonne dreht
Märchen aus Armenien


Lange bevor in unseren Gärten die goldenen Sonnenblumen zu leuchten begannen, herrschte im Grünen Kaiserreich der Grüne Kaiser, der hatte eine einzige Tochter, schön wie eine Frühlingsblüte. Aber der Kaiser machte sich große Sorgen um sie, denn die Prinzessin wollte nicht heiraten. Keiner der Prinzen, ob groß oder klein, ob hell- oder dunkelhaarig, gefiel ihr. Auf ihres Vaters Zureden antwortete sie stets: "Mir gefällt nur der Sohn der Sonne."
Eine Tages geriet der Kaiser darüber in Zorn und rief: "Also geh und nimm den Sohn der Sonne zum Gemahl, mir aber komm nicht mehr unter die Augen!"
Die Prinzessin machte sich auf den Weg. Sie wanderte immer nach Osten, über Berg und Tal, durch Wälder und Wüsten, bis sie zu dem hohen Berg gelangte, auf dem die Sonne ihren Palast hatte.
"Was suchst du hier Mädchen? fragte dort eine alte Frau und begrüßte sie.
"Ich möchte zum Sohn der Sonne", erwiderte die Prinzessin und erzählte, warum ihr Vater sie aus dem Haus gejagt hatte. Die Alte fand an dem Mädchen Gefallen.
"Ich bin die Sonne", sagte sie, "und ich gebe dir meinen Sohn zum Gemahl. Aber wenn du bei ihm bleiben willst, darfst du ihm niemals ins Gesicht schauen."
Das versprach die Prinzessin, und lange Zeit hielt sie ihr Versprechen. Ein ganzes Jahr lebte sie mit dem Sohn der Sonne glücklich und zufrieden. Aber schließlich wurde sie doch neugierig.
Warum sollte ich dem Sohn der Sonne nicht ins Gesicht sehen dürfen, schließlich ist er mein Gemahl, überlegte sie immer wieder.
Der Sonne fiel ihre Nachdenklichkeit auf. Mitleidig sagte sie: "Ich weiß, was dich quält, und gebe dir einen guten Rat. Stell ein Glas Wasser vor deinen Gemahl und schau dir darin sein Spiegelbild an. Aber eines merke dir: Wenn du zu lange dabei verweilst, wird er es bemerken, und dann ergeht es dir schlecht."
Die Prinzessin tat, wie die alte Frau ihr geheißen. Als der Sohn der Sonne abends heimkehrte, stellte sie ein Glas Wasser vor ihn hin und schaute hinein. Im Glas zeigte sich das Gesicht ihres Gemahls, und es war so schön und freundlich, dass ihr schier das Herz stehen blieb. Sie vergaß die Warnung der Sonnenmutter und sah das Spiegelbild so lange an, bis ihr Gemahl es bemerkte.
Zornig rief er: "Wenn du nicht gehorchen kannst, will ich dich nicht hier haben!" Und er vertrieb die Prinzessin aus dem Palast. Weinend lief sie über Stock und Stein. Aber weit ist sie nicht gekommen. Als sie über ein Feld lief, erbarmte sich die Sonne und verwandelte sie in eine hochragende Pflanze mit einer großen gelben Blüte. Die große gelbe Blüte drehte sich sogleich der Sonne zu, und das macht sie noch heute. Die Menschen nannten sie Sonnenblume.
 

24. März

Wieder einmal Schnee!

 

 

 

 

 

 

 

Die Osterglocken knicken ab.

Und Frost! Aber die gefrorenen Wassertropfen sind wirklich schön.

27. Januar 2008

Wieder zurück von der Internationalen Tagung der Gartenbaulehrer in Schwäbisch Gmünd. Eine intensive und schöne Woche mit über 150 Teilnehmern. Was ich erlebt habe und gerne mitnehme: Einen starken Willensimpuls, den Gartenbauunterricht als wesentlichen Beitrag für eine ökologische Gesellschaft zu vertreten. Leitbild- und Lehrplanarbeit sowie eine Buchpublikation sind Schritte dazu.

16. Januar 2008

Pünktlich im Januar blüht Hamamelis (Japanische Zaubernuss). Sehr schön in der Vase - man darf sie aber erst nehmen, wenn die gelben Blütenblätter sichtbar sind.

Diese Frucht habe ich bekommen. Sie sieht sehr interessant aus! Ich kenne sie nicht - weiss jemand, was das ist?

9. Januar 2008

Fliegen wie unsere Stubenfliege gehören zu den besten Fliegern im Insektenreich. Wie fliegen Fliegen eigentlich? Moderne Forschung mit Hochgeschwindigkeitskameras ermöglichte das Festhalten der Flügelbewegungen. Erst diese komplizierten Bewegungen ermöglichen die grossartigen Flugmanöver, an welchen wir ja gerne unsere Schnelligkeit und Geschicklichkeit messen wollen - meistens nicht so erfolgreich!

Übrigens: Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach!

3. Januar 2008

Ganz passend zur Tiefwinterzeit ist mir die DVD mit einer Filmaufnahme des "Mittsommerspiels" von M. Lobeck (ehemalige Lehrerin an der Zürcher Steiner Schule und Verfasserin vieler Theaterspiele für Kinder) untergekommen. Für mich eines der schönsten, inhaltsvollsten und stimmigsten Theaterspiele, die wir bei uns regelmässig aufführen. Das Leben und Weben der Elementarwelt hinter der sichtbaren Welt wird gekonnt und kindgemäss von den 3. und 4. Klässlern dargestellt. Ein wahres und künstlerisches Erlebnis  für jeden Gartenbaulehrer! Die DVD ist unter Publikationen erhältlich. Mit der DVD schicke ich auch den Text (ein kleiner Teil ist schweizer Mundart...). Ansonsten findet sich der Text auch auf der CD "Pädagogischer Gartenbau". Es gibt auch dazu komponierte Musik. Die Noten kann ich auf Anfrage besorgen.

 

2. Januar 2008

In der Weihnachtszeit bis zu Dreikönig beschäftige ich mit möglichst wenigen Dingen des Alltags. Lesen, meditieren und spazieren. Diese "Auszeit" gibt  Impulse für das ganze Jahr.

Das anhaltend kalte Wetter lässt langsam die Bäche und auch den See gefrieren. Auf dem oberen Bild ist glasklar gefrorenes Wasser, wunderbar zart geformt in der Bewegung der Wasseroberfläche.

Einen Tag später ist es zu profanem Eis geworden! Nur wenige Stunden blieb diese einzigartige Schönheit erhalten.

 

26. Dezember 2007

Rechtzeitig zum neuen Jahr: der Insektentischkalender von Hermann Schultka. Herunterladen - ausdrucken - aufstellen und den Überblick haben!

 

25. Dezember 2007

Einige Dezemberbilder aus dem Schulgarten!

 

23. Dezember 2007

www.schulgarten.ch gibt es nun bald 10 Jahre. In dieser Zeit hat sich ein reicher Fundus an Texten und Materialien für den Pädagogischen Gartenbau angesammelt, der von Menschen, die in diesem Bereich tätig sind, geschätzt und benutzt wird. Hingegen ist es nicht gelungen, www.schulgarten.ch zu einem aktuellen Forum für Pädagogischen Gartenbau zu machen.  Dementsprechend habe die Site nun abgeändert und angepasst. Nach wie vor wird es auch die CD mit den sechs Bänden Pädagogischer Gartenbau, dem Textarchiv, Unkrauttafeln, Anleitungen zur Schmetterlingszucht und vielem mehr geben.
Neu werde ich einen Gartenbaublog mit aktuellen pädagogischen und gärtnerischen Inhalten aus meinem Umkreis führen.
Was ich mir wünsche: Viele Artikel zum Thema Gartenbauunterricht. Besonders gefragt und hilfreich sind how-to-Anleitungen zu praktischen Arbeiten.


... und ab und zu auch einmal eine Rückmeldung zu dieser Webseite...

Gediegenes Wachstum aller Art wünschst Euch für 2008
 

22. Dezember 2007

Ferien! Der Garten ist soweit abgeschlossen. Das war nicht einfach in diesem Jahr. Der sehr frühe Frost im Oktober, viel Nässe, Schnee und Temperaturen unter Null haben die Schüler und mich spüren lassen, dass der November der unfreundlichste Monat im Gartenjahr sein kann. Wir haben uns gefreut, dann endlich im Gewächshaus sein zu können, um Sauerkraut und Zwiebelzöpfe zu machen. Unter den Schülern sehr beliebt alsWeihnachtsgeschenk!

 

 

 

Kohlköpfe haben einen wunderbaren Aufbau. Es sind die grössten Knospen, die wir im Garten haben.

 

 

 

 

 

Die sehr kalte Wetterlage um -5° C verzaubert den Garten mit filigranen Eiskristallen. Aber erst seitdem die bissige Bise (Ostwind) nicht mehr bläst!