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Survival für
Gartenbaulehrer. Ernste und weniger ernste Tipps für die tägliche Arbeit
Höre täglich den Wetterbericht - dann weisst Du, was Dich
erwartet.
Schaff Dir ein ordentliches Taschenmesser und trage es immer bei Dir. Zum
Beispiel das Victorinox Swiss Knife mit Zange und Säge. Damit bist Du für alle
Lebenslagen gerüstet.
In die Hosentasche gehören mindestens drei Plastikbeutel oder Hundesäckchen,
damit Du überall Samen, Zwiebeln, Knollen und Stecklinge mitnehmen kannst. Bitte
beachte, das Du als Lehrer Vorbild bist.
Weisse Hosen empfehlen sich nur bei Schnee, Frost und Tagungen.
Falls nötig, kann mit der Kopfbedeckung die Individualität betont werden.
Lasse Dich von Deutsch- und Sprachlehrern nicht aus dem Konzept bringen. Gleiche
ihre Beredsamkeit durch Beharrlichkeit aus.
Gehe nur an Elternabende, wenn Du vor den Sprachlehrern Deinen Bericht geben
kannst.
Putze die Fingernägel nicht in der Konferenz.
Bei schlechtem Wetter lasse Dich von den Sekretärinnen bemitleiden.
Bei gutem Wetter bemitleide die Deutsch- und Fremdsprachenlehrer, welche Hefte
korrigieren müssen. Solltest Du es wirklich ernst meinen, gewinnst Du Freunde.
Ein Handy unterstreicht die Wichtigkeit Deiner Person. Tip: bei
www.directbox.com kannst Du Dir selbst SMS zeitabgestimmt senden.
Plane die Arbeiten der Schüler sehr gründlich, überlege jeden Schritt genau und
versuche herauszufinden, welche Fehler gemacht werden können. Du musst auch
abschätzen, wie lange eine Arbeit dauert und unter Umständen eine weitere bereit
haben.
Jede Arbeit muss sinnvoll und notwendig sein.
Nimm die Schüler ernst - auch wenn sie manchmal ungeschickt sind.
Gib Deinem Garten eine klare Struktur. Aussen Englisch und innen Barock. Das
gibt den Schülern Sicherheit und - wenn sie sich sicher fühlen, hast Du weniger
Probleme.
Meistens arbeitest Du mit den Schülern im Wochenrhythmus. Lass die Zeit wirken
und knüpfe daran an. Dazu brauchst Du allerdings ein gutes Gedächtnis oder ein
Notizbuch. Wenn Du einmal Probleme mit Schülern hast, kannst Du sagen:" In einer
Woche schauen wir das nocheinmal an." Solche Dinge wirken Wunder - allerdings
darfst Du es nicht vergessen.
Wenn Du Schwierigkeiten mit einem Schüler hast, bereite Dich schon am Abend
vorher darauf vor. Dann gelingt es Dir vielleicht, aus Deinem höheren Ich heraus
richtig zu handeln - und nicht aus Betroffenheit oder Ärger.
Findest Du keinen Zugang zu einem Schüler, suche solange, bis Du etwas
Besonderes und Positives findest. Dann muss Dich der Schüler auch nicht mehr
provozieren.
Die Schüler können in der Pubertätszeit kaum ihre Ideale und Lebensziele in
Worte fassen. Deine Aufgabe als Erziehender ist es, ihnen dabei zu helfen und
ihre Fragen in Worte zu kleiden.
Viele Schüler wollen wissen, ob man dies oder das im Garten essen kann.
Grundsätzlich gilt im Schulgarten: Man kann alles essen, gewisse Sachen aber nur
einmal.
Solltest Du Dich einmal an den Schülern rächen wollen, baue Peperoncini an.
Wenn Du mit den Schülern Sauerkraut machst, bringe es nie ins Schulhaus hinein.
Düfte wirken bekanntlich auf das Seelische der Menschen - im Positiven wie aber
leider beim Sauerkraut auch im Negativen.
Schüler dürfen Gemüse, Früchte, Pflanzen etc. aus dem Garten mitnehmen. Wenn sie
es müssen, findest Du es manchmal an unerwarteten Orten wieder.
Töte vor den Schülern keine Tiere (auch Schnecken gehören dazu). Sie könnten es
Dir übel nehmen.
Ein Lob oder ein deutliches Wort an der richtigen Stelle wirken förderlich.
Schüler sind bequem, mache den Weg zum Kompost so kurz wie möglich.
Überrasche die Schüler immer wieder mit Dingen, die sie von Dir nicht erwarten.
Zähle Deine Gartenscheren vor und nach dem Unterricht!
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