www.schulgarten.ch

Mail

Informationen

Aktuell

Austausch

Textarchiv

Publikationen

Links

Literatur

Praktika

Tagungen

Initiativen

Umweltpädagogik

Diverses

Webmaster

Survival für Gartenbaulehrer. Ernste und weniger ernste Tipps für die tägliche Arbeit
 

Höre täglich den Wetterbericht - dann weisst Du, was Dich erwartet.

Schaff Dir ein ordentliches Taschenmesser und trage es immer bei Dir. Zum Beispiel das Victorinox Swiss Knife mit Zange und Säge. Damit bist Du für alle Lebenslagen gerüstet.

In die Hosentasche gehören mindestens drei Plastikbeutel oder Hundesäckchen, damit Du überall Samen, Zwiebeln, Knollen und Stecklinge mitnehmen kannst. Bitte beachte, das Du als Lehrer Vorbild bist.

Weisse Hosen empfehlen sich nur bei Schnee, Frost und Tagungen.

Falls nötig, kann mit der Kopfbedeckung die Individualität betont werden.

Lasse Dich von Deutsch- und Sprachlehrern nicht aus dem Konzept bringen. Gleiche ihre Beredsamkeit durch Beharrlichkeit aus.

Gehe nur an Elternabende, wenn Du vor den Sprachlehrern Deinen Bericht geben kannst.

Putze die Fingernägel nicht in der Konferenz.

Bei schlechtem Wetter lasse Dich von den Sekretärinnen bemitleiden.
Bei gutem Wetter bemitleide die Deutsch- und Fremdsprachenlehrer, welche Hefte korrigieren müssen. Solltest Du es wirklich ernst meinen, gewinnst Du Freunde.

Ein Handy unterstreicht die Wichtigkeit Deiner Person. Tip: bei www.directbox.com kannst Du Dir selbst SMS zeitabgestimmt senden.

Plane die Arbeiten der Schüler sehr gründlich, überlege jeden Schritt genau und versuche herauszufinden, welche Fehler gemacht werden können. Du musst auch abschätzen, wie lange eine Arbeit dauert und unter Umständen eine weitere bereit haben.

Jede Arbeit muss sinnvoll und notwendig sein.

Nimm die Schüler ernst - auch wenn sie manchmal ungeschickt sind.

Gib Deinem Garten eine klare Struktur. Aussen Englisch und innen Barock. Das gibt den Schülern Sicherheit und - wenn sie sich sicher fühlen, hast Du weniger Probleme.

Meistens arbeitest Du mit den Schülern im Wochenrhythmus. Lass die Zeit wirken und knüpfe daran an. Dazu brauchst Du allerdings ein gutes Gedächtnis oder ein Notizbuch. Wenn Du einmal Probleme mit Schülern hast, kannst Du sagen:" In einer Woche schauen wir das nocheinmal an." Solche Dinge wirken Wunder - allerdings darfst Du es nicht vergessen.

Wenn Du Schwierigkeiten mit einem Schüler hast, bereite Dich schon am Abend vorher darauf vor. Dann gelingt es Dir vielleicht, aus Deinem höheren Ich heraus richtig zu handeln - und nicht aus Betroffenheit oder Ärger.

Findest Du keinen Zugang zu einem Schüler, suche solange, bis Du etwas Besonderes und Positives findest. Dann muss Dich der Schüler auch nicht mehr provozieren.

Die Schüler können in der Pubertätszeit kaum ihre Ideale und Lebensziele in Worte fassen. Deine Aufgabe als Erziehender ist es, ihnen dabei zu helfen und ihre Fragen in Worte zu kleiden.

Viele Schüler wollen wissen, ob man dies oder das im Garten essen kann. Grundsätzlich gilt im Schulgarten: Man kann alles essen, gewisse Sachen aber nur einmal.

Solltest Du Dich einmal an den Schülern rächen wollen, baue Peperoncini an.

Wenn Du mit den Schülern Sauerkraut machst, bringe es nie ins Schulhaus hinein. Düfte wirken bekanntlich auf das Seelische der Menschen - im Positiven wie aber leider beim Sauerkraut auch im Negativen.

Schüler dürfen Gemüse, Früchte, Pflanzen etc. aus dem Garten mitnehmen. Wenn sie es müssen, findest Du es manchmal an unerwarteten Orten wieder.

Töte vor den Schülern keine Tiere (auch Schnecken gehören dazu). Sie könnten es Dir übel nehmen.

Ein Lob oder ein deutliches Wort an der richtigen Stelle wirken förderlich.

Schüler sind bequem, mache den Weg zum Kompost so kurz wie möglich.

Überrasche die Schüler immer wieder mit Dingen, die sie von Dir nicht erwarten.

Zähle Deine Gartenscheren vor und nach dem Unterricht!